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Historische Gebäude der Innenstadt [Bearbeiten]
Heilbronner Marktplatz mit Käthchenhaus (links) und Rathaus (rechts)
Am Marktplatz befinden sich neben der Kilianskirche das auf das 16. Jahrhundert zurückgehende Heilbronner Rathaus mit seiner schmuckvollen Renaissance-Uhr und der Ehrenhalle im Innenhof, das historische Käthchenhaus mit markantem Erker, das barock anmutende Geschäftsgebäude Haus Zehender und die bis aufs 14. Jahrhundert zurückgehende Sicherer’sche Apotheke. Der nur wenig entfernt liegende Deutschhof am Deutschordensmünster war eine seit dem Mittelalter bestehende Hauskommende des Deutschen Ordens und erhielt im 18. Jahrhundert im Wesentlichen seine heutige Gestalt. Heute sind dort unter anderem Stadtarchiv, Städtische Sammlungen und Archäologie-Museum untergebracht. Das heute ebenfalls als Museum genutzte, um 1600 erbaute Fleischhaus hat seinen Namen von der einstigen Verwendung als städtischer Gerichtsbau mit Fleischhalle.
Sämtliche heute noch bestehenden historischen Gebäude der Innenstadt wurden beim Luftangriff auf Heilbronn am 4. Dezember 1944 schwer beschädigt oder gar zerstört und nach Kriegsende wieder aufgebaut.
Astronomische Uhr am Rathaus
Käthchenhaus
Städtische Museen im Deutschhof
Fleischhaus
Der Bollwerksturm und der Götzenturm am Neckar sind Überreste der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Der Hafenmarktturm in der Sülmerstraße ist Teil der Klosterkirche des ehemaligen Heilbronner Franziskanerklosters, von der nach Zerstörung 1688 nur noch der Turm erneuert wurde. Der weithin sichtbare Turm auf dem Wartberg wurde im 12. Jahrhundert als Wachturm oberhalb der Stadt angelegt. Der Aussichtsturm auf dem Schweinsberg wurde 1886 im Stil des Historismus erbaut.
Bollwerksturm
Götzenturm
Wartbergturm
Schweinsbergturm
Das Schießhaus in der Bahnhofsvorstadt westlich des Neckars, das im Stil des Rokoko auch als Veranstaltungssaal des Heilbronner Pferdemarktes erbaut wurde, sowie der Alte Heilbronner Bahnhof von 1848 und das ehemalige Postamt No. 2 sind bedeutende Zeichen wirtschaftlicher Prosperität im 18. und 19. Jahrhundert. Der General-Wever-Turm auf der Theresienwiese ist ein Luftschutzbunker aus dem Zweiten Weltkrieg.
Aus dem 16. Jahrhundert stammt das Cäcilienbrunnenhaus, das einst wichtig für die Wasserversorgung der Stadt war. Ähnlich alt ist das Trappenseeschlösschen, ein kleines Wasserschlösschen im Osten von Heilbronn. Etwas weiter im dort beginnenden Köpfertal befindet sich die Köpferbrunnenanlage, die im späten 19. Jahrhundert in ihrer heutigen Gestalt errichtet wurde.
Alter Bahnhof
Postamt No.2
Schießhaus
Trappenseeschlösschen
Brunnen und Denkmäler [Bearbeiten]
Siebenröhrenbrunnen bei der Kilianskirche
In Heilbronn gibt es einen umfangreichen Bestand an historischen Brunnen und Denkmälern. Um 1960 haben sich über 50 Brunnen in der Stadt befunden. Der Siebenröhrenbrunnen von 1541 bei der Kilianskirche geht vermutlich auf die für die Stadt namengebende Quelle zurück und wurde bereits mehrfach erneuert. Der seit 1593 bestehende und nach dem Zweiten Weltkrieg zeitgenössisch erneuerte Hafenmarktbrunnen und der seit 1601 bestehende Fleinertorbrunnen sind weitere historische Brunnen der Stadtmitte. Bedeutend für die Heilbronner Wasserversorgung war das östlich der Innenstadt liegende Cäcilienbrunnenhaus aus dem 16. Jahrhundert. Die im Tal des Köpfers liegende Köpferbrunnenanlage dient seit dem 19. Jahrhundert der Naherholung. Bedeutende moderne Brunnen in Heilbronn sind der Theaterbrunnen (1983) am Stadttheater und der Komödiantenbrunnen (1996) am Kiliansplatz. Für Einzeldarstellungen von Heilbronner Brunnen siehe Brunnen in Heilbronn.
Fleinertorbrunnen
Köpferklause
Theaterbrunnen
Komödiantenbrunnen
Die markanten Denkmäler in der Heilbronner Innenstadt sind das Denkmal für Robert Mayer auf dem Marktplatz und das Synagogen-Mahnmal an der Allee. Im und am Hafenmarktturm sind mehrere Krieger- und Vertriebenen-Ehrenmale. Gedenksteine im Stadtgebiet erinnern außerdem u.a. an das frühere KZ Steinbock, an Euthanasie-Opfer sowie an den Raketenunfall von 1985 auf der Waldheide. Für eine Übersicht der Heilbronner Denkmäler siehe Denkmäler in Heilbronn.
Robert-Mayer-Denkmal
Synagogen-Mahnmal
Kriegerdenkmal im Hafenmarktturm
Bismarck-Denkmal
Villen [Bearbeiten]
Da die Heilbronner Villenviertel im Gegensatz zur Innenstadt den Zweiten Weltkrieg weitgehend unbeschadet überstanden haben, liegt ein Schwergewicht des Heilbronner Denkmalbestandes bei repräsentativen Bürgerhäusern verschiedener Epochen. Die ältesten Heilbronner Villen sind die klassizistische Villa Rauch beim Wollhausplatz und die Villa Mertz am Rosenberg beim Götzenturm, beide von 1811. Im ab 1840 angelegten Bereich Wilhelmstraße/Cäcilienstraße befinden sich neben dem klassizistischen Wilhelmsbau (1845), der Villa Faißt (1875) und der Villa Link (1871) mehrere weitere stattliche Bauten. Im östlich gelegenen Villenviertel um Dittmar- und Alexanderstraße befinden sich die jugendstilhafte Villa Schliz (1901), die historistische Villa Hagenmeyer (1899), die Villa Pielenz (1905) im Stil der Neuen Sachlichkeit und zahlreiche weitere Villen aus dem späten 19. und frühen 20. Jahrhundert.
Villa Schliz
Villa Rauch
Villa Hagenmeyer
Villa Pielenz
Kultur [Bearbeiten]
Konzert- und Kongresszentrum Harmonie
Fahrbücherei der Stadtbücherei Heilbronn
Stadttheater Heilbronn
Das Konzert- und Kongresszentrum Harmonie ist ein bedeutender Veranstaltungsort in Heilbronn. Die Anlage wurde von 1999 bis 2001 zu ihrer heutigen Gestalt ausgebaut und hat jährlich etwa 170.000 Besucher.[9] Der in einem Seitentrakt der Harmonie beheimatete Kunstverein Heilbronn besteht mit zwei Neugründungen seit 1879 und hat seit 1956 rund 400 Veranstaltungen durchgeführt.[10]
Mehrere größere Ausstellungen und Projekte in Heilbronn hatten Skulpturen zum Gegenstand, so u.a. das vom Kunstverein ausgerufene Jahr der Plastiken 1978, die Skulpturenallee 1985 oder die Skulpturenstadt 1996, von denen zahlreiche Arbeiten in Heilbronn verblieben sind. Dem Motto der Ausstellung von 1996 folgend findet die Präsentation der Objekte auch weiterhin unter dem Motto Skulpturenstadt Heilbronn statt.
Für eine Übersicht der Skulpturen siehe Skulpturen in Heilbronn.
Im Deutschhof befinden sich die Städtischen Sammlungen, die ihren Schwerpunkt auf Werken regionaler Künstler haben, darunter Maler des 18. und 19. Jahrhunderts wie Heinrich Friedrich Füger und Carl Doerr sowie Künstler des 20. Jahrhunderts wie Heinrich Altherr und Peter Jakob Schober. Außerdem gibt es dort einen Sondersammelbereich mit Kleinplastiken internationaler Bildhauer wie Wilhelm Lehmbruck und Henry Moore.
Die Stadtbibliothek Heilbronn hat einen Bestand von über 293.000 Medien an ihrem Hauptsitz im Theaterforum K3 sowie in den beiden Zweigstellen in Böckingen und Biberach. Außerdem gibt es eine Fahrbücherei.
Die Stadt Heilbronn fördert verschiedene kulturelle Projekte, darunter das Zigarre Kunst- und KulturWerkHaus sowie Kommunales Kino im Theaterforum K3.