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Verkehr [Bearbeiten]
Straße [Bearbeiten]
Dank des nordöstlich gelegenen Weinsberger Kreuzes, dem Schnittpunkt der Bundesautobahnen A 81 (aus Richtung Würzburg und Stuttgart) und A 6 (aus Richtung Mannheim und Nürnberg), ist Heilbronn gut zu erreichen. Durch die Stadt selbst führen die Bundesstraßen B 27 (nach Mosbach und Stuttgart), die B 39 (nach Mainhardt) und die B 293 (nach Karlsruhe). Eine wichtige Entlastungsstraße, die die A 6 bei Obereisesheim quer durch das Stadtgebiet mit der B 27 bei Sontheim verbindet, ist die Neckartalstraße. Die innerstädtische Hauptstraße ist die Allee.
Heilbronn ist ein Vorreiter des „Grünpfeils“. Im Stadtgebiet befinden sich seit 1996 an Straßenkreuzungen 65 solcher Verkehrszeichen, dies ist die höchste Dichte in den Alten Bundesländern.
Bahnanlagen in Heilbronn (Blick nach Südwesten). In der Bildmitte der Hauptbahnhof
Stadtbahn überquert von der Kaiserstraße kommend die Allee
Eisenbahn [Bearbeiten]
Auch wenn Heilbronn als eine von wenigen deutschen Großstädten nicht durch das Fernzugnetz der Deutschen Bahn AG bedient wird, ist die Stadt ein Bahnknotenpunkt: Die Frankenbahn verbindet Stuttgart mit Würzburg, die in Bad Friedrichshall-Jagstfeld abzweigenden Neckar- und Elsenztalbahnen führen nach Heidelberg und Mannheim, die Hohenlohebahn führt über Öhringen nach Schwäbisch Hall.
Neben dem Heilbronner Hauptbahnhof gibt es an der Frankenbahn den Haltepunkt Sülmertor für Regionalbahn-Züge. Im Stadtteil Böckingen befindet sich der Heilbronner Güterbahnhof.
Von Karlsruhe kommend verkehrt die Stadtbahn Heilbronn, die von der Albtal-Verkehrs-Gesellschaft betrieben wird, auf der Kraichgaubahn. Die Linie S4 führt derzeit über mehrere Halte in Böckingen, den Hauptbahnhof, die Heilbronner Innenstadt und weiter über die Hohenlohebahn bis zum Öhringer Teilort Cappel. Aufgrund von massiven Verzögerungen beim Neubau der Strecke durch das Heilbronner Stadtgebiet und bei der Sanierung und Elektrifizierung der bestehenden Strecke von Heilbronn nach Öhringen ist die offizielle Eröffnung mehrmals verschoben worden und fand schließlich am 10. Dezember 2005 statt. Für die Zukunft sind weitere Stadtbahnlinien nach Sinsheim, Mosbach-Neckarelz und Zaberfeld geplant. Dabei ist ein weiterer Neubauabschnitt in der Heilbronner Innenstadt in Richtung Neckarsulm vorgesehen.
In Heilbronn gibt es außerdem mehrere Bahnhöfe, die nicht mehr bedient werden. Der Heilbronner Südbahnhof war der Ausgangspunkt der Bottwartalbahn, einer Schmalspurbahn nach Marbach am Neckar, deren Betrieb ab 1966 sukzessive eingestellt wurde. Der verbliebene Güterverkehr zum Südbahnhof wurde um das Jahr 2000 eingestellt. Ebenfalls aufgelassen wurden zwischenzeitlich der Haltepunkt in Klingenberg und der Böckinger Bahnhof an der Frankenbahn sowie mit dem Ausbau der Stadtbahn Richtung Öhringen der Haltepunkt Karlstor an der Hohenlohebahn.
Öffentlicher Personennahverkehr [Bearbeiten]
Der öffentliche Personennahverkehr (ÖPNV) im Stadtgebiet wird durch Busse der Stadtwerke Heilbronn (Verkehrsbetriebe) und verschiedene andere Verkehrsunternehmen bedient. Die Stadt gehört dem Heilbronner Hohenloher Haller Nahverkehr an. Darüber hinaus verkehrt die Stadtbahn (siehe oben) nach dem Karlsruher Modell. Von 1897 bis 1955 hatte Heilbronn ein eigenes Straßenbahnnetz.
Der Heilbronner Kanalhafen
Der Osthafen im Industriegebiet
Schifffahrt [Bearbeiten]
Der Hauptarm des Neckars wurde 1333 längs der Stadtmauer umgeleitet, gleichzeitig aber durch Wehre und Mühlen versperrt, so dass bis ins 19. Jahrhundert die vom Rhein kommende Schifffahrt hier endete und ein Passieren des Neckars bei Heilbronn nur Flößern möglich war. Am 17. Juli 1821 wurde zur Umgehung dieses Engpasses der Wilhelmskanal eröffnet. Im Rahmen der Industrialisierung wurden ab der Mitte des 19. Jahrhunderts die Hafenanlagen entlang des Flusses immer weiter ausgebaut. 1875 wurde der Floßhafen erbaut, wo per Eisenbahn aus dem Schwarzwald angeliefertes Holz zu Floßverbänden zusammengefügt wurde, um es so weiter in Richtung Rhein zu transportieren. Der Holzumschlag in Heilbronn begründete die Heilbronner Sortierung, eine heute noch in Bayern und Rheinland-Pfalz übliche Klassifizierung von Stammholz.
Ab 1878 war Heilbronn Endpunkt der Neckar-Kettenschifffahrt von Mannheim aus, die von der Heilbronner Neckar-Ketten-Schleppschifffahrt betrieben wurde. 1886 wurde der Salzhafen als Umschlagzentrum für das Bergwerk erbaut, 1888 der Karlshafen. Entscheidend für die weitere Entwicklung der Neckarschifffahrt im Allgemeinen war die ab 1921 in Angriff genommene Kanalisierung des Neckars von Mannheim bis Heilbronn, die 1935 fertiggestellt wurde. Die Kettenschifffahrt wurde danach aufgegeben.
Mit der Kanalisierung des Neckars ging 1935 die Eröffnung des Heilbronner Kanalhafens einher. 1952 wurde die Kanalisierung bis Stuttgart vollendet, 1968 wurde Plochingen erreicht. Mit einem Umschlag von ca. 5 Mio. t ist der Heilbronner Kanalhafen heute der siebtgrößte deutsche Binnenhafen und mit einem Umschlags-Anteil von 50% der wichtigste Hafen entlang des Neckars. Die Länge der Kaianlagen beträgt insgesamt ca. 7,2 km, verteilt auf den Kanalhafen sowie auf den Osthafen, den Salzhafen und die östliche Seite des alten Neckars, die Gesamtfläche beträgt ca. 107 ha. Das Netz der Industrie- und Hafenbahn hat eine Länge von ca. 18 km, insgesamt wird der Umschlag durch 38 Krananlagen ermöglicht. 80% des Umschlags werden durch die Güter Salz (durch das Salzbergwerk), Kohle (durch das Kohlekraftwerk) und Baustoffe generiert. Teil der Hafenanlagen ist auch ein zuletzt 2003 erweiterter Schwergutkai, der den Umschlag von Material mit einem Gewicht von 350 t ermöglicht.[12]