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Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Seit der letzten Kommunalwahl am 7. Juni 2009 hat der Gemeinderat 40 Mitglieder. Die Wahlbeteiligung lag bei 42,9 %. Die Wahl brachte folgendes Ergebnis:
CDU 14 Sitze (-2) 32,3 % (-5,2)
SPD 11 Sitze (-1) 25,3 % (-1,7)
FDP/DVP 5 Sitze (+1) 13,6 % (+4,4)
GRÜNE 4 Sitze (+1) 10,4 % (+2,4)
FWV 3 Sitze (+1) 8,5 % (+2,6)
Pro Heilbronn 2 Sitze (+2) 4,8 % (+4,8)
Die Linke 1 Sitz (+1) 2,9 % (+2,9)
Andere 0 Sitze (-3) 2,3 % (-10,1)
Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Oberbürgermeister.
In den fünf Stadtteilen, die in den 1970er-Jahren nach Heilbronn eingegliedert wurden (1970 Klingenberg, 1972 Kirchhausen, 1974 Biberach, Frankenbach und Horkheim), bestehen Bezirksbeiräte, da sie entsprechend der Hauptsatzung der Stadt Heilbronn Stadtbezirke im Sinne von § 64 Abs. 1 der Gemeindeordnung für Baden-Württemberg bilden. Diese Gremien sind zu wichtigen, den Stadtteil betreffenden Angelegenheiten zu hören. Die endgültige Entscheidung über eine Maßnahme obliegt dann allerdings dem Gemeinderat der Gesamtstadt Heilbronn.
Stadtoberhaupt [Bearbeiten]
Helmut Himmelsbach
Der Oberbürgermeister von Heilbronn wird für eine Amtszeit von acht Jahren von den Bürgern Heilbronns (einschließlich EU-Ausländern) gewählt. Der derzeitige Amtsinhaber Helmut Himmelsbach wurde am 17. Juni 2007 wiedergewählt. Er bleibt bis 2014, seinem 68. Lebensjahr, für sieben Jahre im Amt.
* 19451946: Emil Beutinger
* 19461948: Paul Metz (SPD)
* 19481967: Paul Meyle (DVP)
* 19671983: Hans Hoffmann (SPD)
* 19831999: Manfred Weinmann (CDU)
* seit 1999: Helmut Himmelsbach (parteilos)
Für eine ausführliche Darstellung der Stadtverwaltung siehe Geschichte der Stadt Heilbronn. Die Amtsträger bis 1945 werden in der Liste der Bürgermeister von Heilbronn abgehandelt.
Wappen und Flagge [Bearbeiten]
Die Blasonierung des Heilbronner Wappens lautet: In Gold der rot bewehrte und rot bezungte schwarze Reichsadler mit einem von Rot, Silber und Blau geteilten Brustschild. Die Stadtflagge ist Rot-Weiß-Blau.
Wappen von Heilbronn
Stadtwappen (Ende 15. Jahrhundert) über der Kanzel der Kilianskirche
Stadtwappen von 1487 auf einem Glasfenster in der Kilianskirche
Der Reichsadler als Symbol der Reichsunmittelbarkeit Heilbronns ist in den Siegeln der Stadt seit 1265 belegt. In der Stadt Heilbronn erschien er bei farbiger Darstellung immer auf goldenem Schildgrund (zuerst nachweisbar in einem Wappenfenster von 1487 in der Kilianskirche), während er im Hauptbanner der Reichsstädte von 1462, in Siebmachers Wappenbuch von 1605 und in Wappenbüchern des 18. Jahrhunderts auf silbernem Grund dargestellt wird.
Zur Unterscheidung vom Reichs- und von anderen Adlerwappen trat seit 1556 in Wappenzeichnungen, seit dem 18. Jahrhundert auch in Siegeln der Brustschild auf. Im Planprospekt J. S. Schlehenrieds von 1658 steht er sogar gleichberechtigt neben dem Schild mit dem Adlerwappen. Die Herkunft der Farben des Brustschildes konnte bis heute nicht sicher geklärt werden. 1556, 1581 und 1681 kamen sie auch in der Reihenfolge Blau-Silber-Rot vor; die heute übliche Reihenfolge Rot-Silber-Blau, die auch in die rot-weiß-blaue Stadtflagge Eingang gefunden hat, ist erstmals 1560 nachgewiesen. In manchen Siegeln des 17. und 18. Jahrhunderts enthielt der Brustschild nur die auf den Stadtnamen hinweisenden Großbuchstaben HB.[8]
Siehe auch: Liste der Wappen in Stadt und Landkreis Heilbronn
Städtepartnerschaften [Bearbeiten]
Heilbronn unterhält zu sechs Städten in fünf Ländern eine Städtepartnerschaft beziehungsweise -freundschaft:
* Flag of France.svg Béziers (Frankreich), seit 1965
* Flag of the United Kingdom.svg Neath Port Talbot (Vereinigtes Königreich), seit 1966
* Flag of Switzerland.svg Solothurn (Schweiz), seit 1981
* Flag of the United Kingdom.svg Stockport (Vereinigtes Königreich), seit 1982
* Flag of Brandenburg.svg Frankfurt (Oder) (Brandenburg), seit 1988
* Flag of Poland.svg Słubice (Polen), seit 1998
Abgeordnete aus Heilbronn [Bearbeiten]
Die Stadt Heilbronn bildet für die Wahlen zum Deutschen Bundestag zusammen mit nördlichen Gemeinden bzw. Städten des Landkreises den Wahlkreis Heilbronn. Mit Direktmandat wurde bei den Wahlen 1998, 2002 und 2005 der Kandidat der CDU, Thomas Strobl gewählt. Die 2005 unterlegenen Mitbewerber der SPD (Josip Juratović) und der FDP (Michael Link) wurden über die Landesliste Mitglieder des Bundestags. Der SPD-Mitbewerber Harald Friese zog bei den Wahlen 1998 über die Landesliste in den Bundestag ein.
Für die Wahlen zum Landtag von Baden-Württemberg bildet die Stadt Heilbronn den eigenständigen Wahlkreis 18 (seit der Wahl 2006 zusammen mit Erlenbach). Dabei wird die Stadt seit 1996 durch Johanna Lichy (CDU) vertreten.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Bauwerke [Bearbeiten]
→ Für eine weiterführende Aufzählung der bedeutenden Bauwerke in Heilbronn siehe Liste der Bauwerke in Heilbronn, für einige Details zur Baugeschichte siehe Geschichte der Stadt Heilbronn. Sehenswürdigkeiten der Stadtteile werden in den jeweiligen Stadtteilartikeln vorgestellt.
Kirchen [Bearbeiten]
Westturm der Kilianskirche
Das bekannteste Kirchenbauwerk in Heilbronn ist die evangelische Kilianskirche, deren 1529 vollendeter Westturm mit seinem reformatorischen Bildschmuck als erstes bedeutendes Renaissance-Bauwerk nördlich der Alpen gilt. Auch der geschnitzte Marienaltar von Hans Seyfer aus dem 15. Jahrhundert gilt als bedeutender Kunstschatz. Das katholische Deutschordensmünster und die evangelische Nikolaikirche bestehen ebenfalls schon seit dem Mittelalter. In der überwiegend protestantischen Stadt gibt es darüber hinaus noch mit Wichernkirche (ev.), Aukirche (griech-orth.), Martin-Luther-Kirche (ev.), Kreuzkirche (ev.), Christuskirche (ev.), Wartbergkirche (ev.), Mor-Ephräm-Kirche (syr.-orth.) und Augustinuskirche (kath.) zahlreiche neuere Kirchenbauten.
Die Filiale Heilbronn der Israelitischen Religionsgemeinschaft Württemberg (IRGW) betreibt das Jüdische Zentrum Heilbronn.
Unter den Heilbronner Friedhöfen sind der Hauptfriedhof mit einem der frühesten Krematoriumsbauten von 1905, der Ehrenfriedhof für die Opfer des Luftangriffs auf Heilbronn, der Alte Friedhof mit zahlreichen historischen Grabmalen und Denkmälern sowie der 1867 angelegte Jüdische Friedhof geschichtlich bedeutsam.
Marienaltar der Kilianskirche
Deutschordensmünster
Nikolaikirche
Krematorium von 1905