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Heilbronn
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Disambig-dark.svg Dieser Artikel behandelt die Stadt Heilbronn; zu anderen Bedeutungen siehe Heilbronn (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Heilbronn
Heilbronn
Deutschlandkarte, Position der Stadt Heilbronn hervorgehoben
49.159.2166666666667157
Koordinaten: 49° 9′ N, 9° 13′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Höhe: 157 m ü. NN
Fläche: 99,88 km²
Einwohner:
122.098 (31. Dez. 2008)[1]
Bevölkerungsdichte: 1222 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 7407274081
Vorwahlen: 07131, 07066
Kfz-Kennzeichen: HN
Gemeindeschlüssel: 08 1 21 000
Stadtgliederung: 9 Stadtteile
Adresse der Stadtverwaltung: Marktplatz 7
74072 Heilbronn
Webpräsenz:
www.heilbronn.de
Oberbürgermeister: Helmut Himmelsbach (parteilos)
Detailkarte
Karte
Blick über die Heilbronner Innenstadt in Richtung Wartberg
Heilbronn [haɪ̯lˈbrɔn] ist eine Großstadt im Norden Baden-Württembergs. Mit über 120.000 Einwohnern ist sie die sechstgrößte Stadt des Landes Baden-Württemberg und die zweitgrößte Stadt des Landesteils Württemberg.
Die am Neckar gelegene ehemalige Reichsstadt[2] ist heute Stadtkreis und zugleich Sitz des Landkreises Heilbronn, von dem sie vollständig umgeben ist. Darüber hinaus ist sie Oberzentrum der Region Heilbronn-Franken, die den Nordosten Baden-Württembergs umfasst. Die regionaltypische Bezeichnung für die Gegend um Heilbronn ist das Unterland.
Heilbronn ist bekannt als Stadt des Weins sowie als Käthchenstadt. Letztere Bezeichnung bekam die Stadt durch das Schauspiel Das Käthchen von Heilbronn des Dramatikers Heinrich von Kleist.
Inhaltsverzeichnis
[Verbergen]
* 1 Geographie
o 1.1 Geographische Lage
o 1.2 Geologie
o 1.3 Nachbargemeinden
o 1.4 Stadtgliederung
o 1.5 Raumplanung
* 2 Geschichte
o 2.1 Besiedlung und Stadtgründung
o 2.2 Reichsstadt ab 1371
o 2.3 Württembergische Oberamtsstadt ab 1802
o 2.4 Zeit des Nationalsozialismus
o 2.5 Gegenwart
o 2.6 Religionen
+ 2.6.1 Protestanten
+ 2.6.2 Katholiken
+ 2.6.3 Juden
+ 2.6.4 Muslime
+ 2.6.5 Sonstige
o 2.7 Eingemeindungen
o 2.8 Einwohnerentwicklung
* 3 Politik
o 3.1 Gemeinderat
o 3.2 Stadtoberhaupt
o 3.3 Wappen und Flagge
o 3.4 Städtepartnerschaften
o 3.5 Abgeordnete aus Heilbronn
* 4 Kultur und Sehenswürdigkeiten
o 4.1 Bauwerke
+ 4.1.1 Kirchen
+ 4.1.2 Historische Gebäude der Innenstadt
+ 4.1.3 Brunnen und Denkmäler
+ 4.1.4 Villen
o 4.2 Kultur
o 4.3 Theater
o 4.4 Museen
o 4.5 Musik
o 4.6 Regelmäßige Veranstaltungen
o 4.7 Sport
* 5 Wirtschaft und Infrastruktur
o 5.1 Weinbau
o 5.2 Verkehr
+ 5.2.1 Straße
+ 5.2.2 Eisenbahn
+ 5.2.3 Öffentlicher Personennahverkehr
+ 5.2.4 Schifffahrt
o 5.3 Ortsansässige Unternehmen
+ 5.3.1 Bekannte Unternehmen
+ 5.3.2 Banken
+ 5.3.3 Bergbau
+ 5.3.4 Brauereien
o 5.4 Dampfkraftwerk
o 5.5 Medien
o 5.6 Behörden, Gerichte und Einrichtungen
o 5.7 Bildung
+ 5.7.1 Hochschulen
+ 5.7.2 Schulen
+ 5.7.3 Kindergärten
* 6 Persönlichkeiten
o 6.1 Ehrenbürger der Stadt Heilbronn
o 6.2 Ehrenringträger
o 6.3 Sonstige mit der Stadt verbundene Personen
* 7 Siehe auch
* 8 Literatur
* 9 Weblinks
* 10 Einzelnachweise und Anmerkungen
Geographie [Bearbeiten]
Heilbronn vom Satelliten Landsat 7 aus gesehen (Pseudofarben)
Geographische Lage [Bearbeiten]
Heilbronn liegt im nördlichen Baden-Württemberg in einer durch den Neckar gebildeten fruchtbaren Talfläche, dem Heilbronner Becken als nördlichem Ausläufer des Neckarbeckens. Zu beiden Seiten des Neckars ist die Stadt zumeist von ausgedehnten Weinberglandschaften umgeben. Im Westen schließt sich das vergleichsweise wenig hügelige Gartacher Feld an das Heilbronner Becken an, im Osten umschließen von Norden nach Süden der Wartberg, der Galgenberg, der Büchelberg und der Schweinsberg die Stadt. Zusammen mit den weiter östlich anschließenden Bergen Hintersberg und Reisberg (beide ebenfalls auf Heilbronner Gemarkung) bilden sie die Heilbronner Berge, die wiederum Ausläufer der Löwensteiner Berge sind.[3]
Höchster Punkt des Stadtgebiets ist der in der äußersten südöstlichen Spitze des Stadtwaldes gelegene 378 m ü. NN hohe Reisberg, zweithöchster Punkt mit 372,8 m der Schweinsberg. Den tiefsten Punkt der Gemarkung bildet mit 151 m der Neckar bei Neckarsulm. Das Stadtgebiet dehnt sich in Nord-Süd-Richtung über 13 Kilometer, in Ost-West-Richtung über 19 Kilometer aus.[4]
Heilbronn liegt in der Nähe der Mundart-Grenze zwischen dem schwäbisch-alemannischen und dem fränkischen Dialekt.
Geologie [Bearbeiten]
Heilbronn liegt im nördlichen Teil des vielfältig zergliederten Südwestdeutschen Schichtstufenlandes. Eine Tiefbohrung, die 1912/13 im Heilbronner Nachbarort Erlenbach auf 163,68 m ü. NN bis in 856 m Tiefe niedergebracht und 1954/56 durch seismische Untersuchungen ergänzt wurde, erbrachte Aufschluss über die Gesteinszusammensetzung im Raum Heilbronn. Die Oberfläche des ursprünglichen, aus Gneisen und Graniten zusammengesetzten variszischen Grundgebirges ist demnach in 1080 bis 1.100 m unter NN anzunehmen. Darüber liegen hunderte von Metern dicke Schichten von Sedimentgesteinen, zuunterst die des Perm (rund 390 m Rotliegend, 23,6 m Zechstein), gefolgt von denen der Trias: 517 m Buntsandstein, 72,7 m Unterer Muschelkalk, 94,5 m Mittlerer Muschelkalk, 86 m Oberer Muschelkalk, 79 m Unterer Keuper und 27 m Mittlerer Keuper. Im mittleren Muschelkalk ist ein bis zu 45 m mächtiges Steinsalz-Lager im Norden der Kernstadt und im Nordwesten des Stadtgebietes eingeschlossen, das bergmännisch ausgebeutet wird.
Übergangszone zwischen Gipskeuper und Schilfsandstein im früheren Heilbronner Steinbruch beim Jägerhaus
Mit dem Mittleren Keuper ist fast das Niveau des das Stadtgebiet zerteilenden Neckars erreicht. In der unmittelbaren Talaue des Flusses, die große Teile des Heilbronner Industriegebietes und den westlichen Stadtteil zwischen Altneckar und Neckarkanal umfasst, wird er von einer rund 3 m breiten Schicht des vom Neckar abgelagerten Talaueschotters überdeckt, auf der wiederum eine ebenfalls rund 3 m dicke Schicht angeschwemmten Lehms liegt. Weiter entfernt vom Fluss finden sich Schotterschichten, die unter der Kernstadt 5 bis 10 m, im Westen des Stadtgebietes zwischen Böckingen, Frankenbach und Neckargartach bis zu 35 m mächtig sind. Fast überall liegt auf ihnen noch eine 6 bis 13 m dicke Schicht aus angewehtem, fruchtbarem Löss und Lösslehm.
Die nicht von Flussablagerungen bedeckten Heilbronner Berge im Osten des Stadtgebietes spiegeln die weitere geologische Schichtenabfolge wieder, die im restlichen Stadtgebiet durch die Erosion abgetragen wurde. Auf 28 bis 29 m Unterer Keuper folgen 130 bis 150 m Gipskeuper und eine etwa 20 bis 45 m mächtige Schilfsandstein-Schicht, die früher in Steinbrüchen ausgebeutet wurde und deren braungelbe Steine das frühere Heilbronner Stadtbild prägten. Die drei höchsten Berge im Südosten des Stadtgebietes, der Reisberg (378 m ü. NN), der Schweinsberg (372,8 m ü. NN) und der Hintersberg (364,8 m ü. NN), weisen über diesen Schichten noch die höheren Schichten der Unteren Bunten Mergel und Lehrbergschichten (zusammen rund 32 bis 35 m) und des Kieselsandsteins (5 bis 16 m) auf.[5]